Hier ein paar Tipps vom Profi:

Auswahl von robuster und pflegearmer Bepflanzung

Pflanzen sollten beim Kauf zum zukünftigen Standort passend ausgewählt werden, damit sie so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Auf eine wechselnde Bepflanzung wird zugunsten einer ständigen Bepflanzung verzichtet, da jeder Einkauf mit Fahrzeugen klimaschädlich ist. Abgerundet wird die Überlegung durch den richtigen Zeitpunkt des Pflanzens.

Rasen hat eine schlechte Klimabilanz. Dieser wandelt wenig Kohlendioxid in Sauerstoff um. Außerdem ist die Pflege gegenüber anderer Bepflanzung sehr aufwendig. Bodendecker benötigt als Alternative zum Rasen hingegen nur einen Bruchteil des Aufwandes und erreicht eine deutlich höhere Sauerstoffproduktion.

Bepflanzen kann man neben dem Boden auch andere Oberflächen wie Zäune und Wände. Dabei sollten Sie allerdings auf den Untergrund achten.

Denken Sie auch an Schatten. In der Hitze ist es nicht nur für Sie unter einem Baum schöner, sondern auch für so manche Pflanze.

Pflege

An die Bepflanzung angepasste fachmännische Pflege fördert nicht nur die Abgabe von Sauerstoff, sondern auch die Blütenpracht der Pflanzen. Reduzieren Sie den Grünschnitt, indem Sie kaum noch Pflanzen entfernen, sondern lediglich in der gewünschten Form halten. Insekten kommen in Ihren Garten, weil Sie die Blüte nicht wegschneiden. Nur kranke oder verblühte Pflanzenteile werden aus dem Garten entfernt.

Reduzierung von Maschineneinsatz

Vermeiden Sie den Einsatz von Maschinen, die durch Motoren angetrieben werden. Der Geschwindigkeitsgewinn wird mit Umweltschädlichkeit erkauft. Für kleine Rasenflächen kann man auch Rasenmäher verwenden, die ohne Motor und nur mit Muskelkraft betrieben werden. Rasenmähroboter haben in der Wachstumszeit demgegenüber einen ständigen Energiehunger.

Bewässerung

Leitungswasser wird meist durch Pumpen transportiert und wurde vorher aufbereitet. Eine eigene Regenwasserspeicherung, um mit diesem Wasser den Garten zu bewässern, hat gleich mehrere Vorteile. So spart man die Energie bei der Bereitstellung und damit auch die zugehörigen Kosten. Auch der Kalkanteil ist im Regenwasser geringer.

Den Einsatz von Wasser kann man durch das Abdecken des freien Bodens zudem noch reduzieren.

Vermeidung von Transporten außerhalb des Gartens

Der Garten benötigt Produkte von außerhalb des Gartens, die zugekauft werden. Um diese zu reduzieren, kaufen wir überlegter ein. Wenn dieses nötig ist, sollten die Wege kurz gehalten werden.

Sollten neue Pflanzen benötigt werden, holt man diese regional und bündelt den Einkauf mit anderen Besorgungen.

Dünger oder Erde kann durch Kompostieren im eigenen Garten hergestellt werden. Gerade Laub kann auch unter Hecken ungestört verrotten und diese so düngen. Es ist zwingend notwendig zu beachten, was in einen Kompost gehört und was nicht.

Eine Alternative zum mineralischen Dünger ist der Gründünger. Diese Form ist nicht nur natürlicher, sondern bieten auch Insekten bei der Blüte Nahrung.

Je besser Werkzeug hält, desto seltener müssen Sie neues Werkzeug anschaffen. Hier also auf Qualität achten.

Upcycling

Beim Transport nach einem Kauf kann man durch eigene Transporthilfen, z.B. alte Obstkisten, auch den selber verursachten Müll reduzieren. Trotzdem fällt so manches an, was man nicht gebrauchen kann. Hier kann man kreativ werden und zum Beispiel eine alte Gießkanne oder ein paar alte Schuhe als Pflanzbehälter umfunktionieren.

Alte Pflastersteine eignen sich als Stütze für ein Hochbeet.